Sendo Z100 - Der Testbericht einer totgesagten Legende

 
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Sendo Z100 - Der Testbericht einer totgesagten Legende

Einführung

Sendo, auch bekannt als Prepaid-Handy-Hersteller sorgte im Jahr 2001 für großes Aufsehen, als der Britische Konzern auf der Cebit ein Windows-betriebenes Smartphone vorstellte.
Das Z100 von Sendo sollte die so genannte Revolution im damaligen Business-Bereich werden. Es sollte viele Office-Funktionen und auch Multimedia-Funktionen bieten und somit den anstrengenden Arbeits-Tag erleichtern. Dies alles sollte in einem Gerät platz finden, welches nicht größer als seine zeitgleichen Mobilfunk-Kollegen war. Auch bei der Zubehör-Vielfalt sorgte Sendo bei der Vorstellung des Z100 für Aufruhr. So sollte das Z100 optional Bluetooth fähig werden und zudem auch eine Auf klappbare Tastatur käuflich erwerbbar sein. Mit dieser sollten sich E-Mails schnell und sicher, wie auf dem Notebook gewohnt erstellen lassen. Viele Zeitschriften, Internet-Seiten und sogar Foren schwärmten von diesem Gerät und seiner technischen Vielfalt.

Gegen ende 2001 wurde der Auslieferungs-Termin des Z100 allerdings auf Sommer 2002 verschoben. Viele warteten sehnsüchtig auf die Erscheinung des Gerätes. Aber auch im Sommer gab es wieder schlechte Neuigkeiten seitens Sendo. Durch Lieferungs-Schwierigkeiten der Chip-Hersteller wurde der Termin erneut verschoben. Diesmal sollte der November definitiv ein fester Termin werden.

Die Freude war allerseits noch da, jedoch wurde durch der erneuten Enttäuschung die Chance immer geringer, dieses Gerät irgendwann sein eigen nennen zu dürfen. Gegen Herbst stellte auch ein weiterer Hersteller erste Windows-Smartphones in Riegel-Form vor. Sendo musste nun schnell handeln um den Start nicht zu verpassen.

Nun kam allerdings alles anders. Gegen ende Oktober kamen die ersten Gerüchte, dass das Z100 nie in die Läden kommen würde. Kurze Zeit später gab auch Sendo seinen Produktions-Rücktritt bekannt. Als Grund nannte der Hersteller Lizensierungs-Schwierigkeiten mit Microsoft.

Die Enttäuschung war nun Groß. Selbst Sendo erholte sich nicht von dieser Misere. Zwar brachten die Briten ein Serie 60 betriebenes Smartphone auf dem Markt, stellten letztendlich allerdings doch einen Antrag auf Insolvenz.

In diesem Testbericht, stelle ich euch einen der wenigen Prototypen des Z100 vor. Auch wenn das Gerät nie erschienen ist, sollte man zeigen was Sendo mit diesem Gerät, hätte erreichen können. Wie sich die Vorserien-Version in der Praxis schlägt erfahrt ihr in diesem Test.

Lieferumfang

Geliefert wird das Z100 in einem einfarbig bedruckten Papp-Karton. Die äußere Hülle wurde in matt-schwarz gehalten. Neben verschiedenen, etwas aus dem Karton ragenden Symbolen enthält diese Hülle den Z100 Schriftzug in Silber. Nach entfernen dieser Hülle kommt der rot-Farbende Karton zum Vorschein. Neben den Z100- und Sendo Schriftzug ist auch dieser einfarbig gehalten. Seitlich findet man einen Aufkleber mit der IMEI-Nr. und der großen Aufschrift „Press Unit“ und „DEV Sample / Not for Resale“

Öffnet man diesen Karton kommt das Gerät zum Vorschein. Neben dem Gerät findet sich Zubehör wie ein Datenkabel, eine Docking-Station und ein Stereo-Headset wieder. Selbst an die ansteckbare VGA-Kamera wurde gedacht. Diese kommt samt Stoff-Etui daher. Mangels integrierung in der Firmware ist diese Kamera allerdings vom Gerät nicht ansprechbar.

Nun der komplette Lieferumfang aufgelistet:

- Sendo Z100 DEV-Sample
- Li-Ion Akku mit unbekannter mAh Anzahl
- Docking-Station aus silbernen Kunststoff
- Stereo-Headset
- USB-Datenkabel
- Ladekabel
- ansteckbare VGA-Kamera
- Kamera-Etui

Leider verzichtete Sendo auf Handbücher. Auch eine Software mit der dazugehörigen Active-Sync Software von Microsoft sucht man bei dieser Vorserien-Version vergebens.

Sieht man über diese fehlenden Sachen hinweg, war das Z100 für seine Zeit reichlich gut bestückt. Andere Hersteller boten neben dem Standard-Zubehör wie Akku und Ladekabel maximal ein Mono-Headset oder ein Datenkabel im Lieferumfang an.

Design und Verarbeitung

Nimmt man das Gerät in die Hand, würde man es heutzutage als Groß bezeichnen. Damals war das Z100 mit seinen 126x48x19 mm allerdings durchaus Zeitgemäß. Auch beim Gewicht war das Gerät mit seinen 99g ein absolutes Fliegen-Gewicht. Auch jetzt wäre das Gewicht noch Zeitgemäß.

Die Verarbeitung des Klassikers ist als gut zu bezeichnen. Zwar wurde das Gerät aus Kunststoff gefertigt, fühlt sich allerdings trotzdem sehr hochwertig an. Sowohl der Akku-Deckel als auch die Tasten liegen angenehm fest am Gehäuse, sodass nichts knarrzt oder gar nachgibt.

Auch die Farbe wurde gut gewählt. So kommt das Gerät größtenteils in Grau daher. Um den Kontrast etwas zu unterstützen wurde das Mittel-Stück unter dem Akku-Deckel in Grau-Silber gehalten. Die Softkeys und die Display-Umrandung wurden in Chrom gehalten. Dies lässt das Gerät hochwertig und Business-tauglich erstrahlen.

Die Spaltmaße zwischen den einzelnen Kunststoff-Teilen sind allerdings teilweise zu Breit geraten. So sind die Rillen zwischen der Oberschale und dem Mittelstück und auch die Einkärbung um die Softkey-Tasten und den Joystick zu groß geraten. Hier könnte sich leicht Staub oder gar Schmutz ansammeln. Der Akkudeckel sitzt allerdings perfekt am restlichen Gehäuse, sodass sich dort nichts verirren könnte. Auch die Spaltmaßen der Tastatur gehen absolut in Ordnung.

Am unterem Ende des Gerätes befindet sich die Anschluss-Leiste für das Ladegerät sowie für das Datenkabel. Auch die Kamera und die geplante Tastatur hätte dort seinen Platz gefunden. Am oberen Ende des Z100 findet man auf der linken Seite einen Klinken-Anschluss für das Headset und auf der rechten Seite das IrDa Auge für die Drahtlose Verbindung zu anderen Geräten.

Auf der linken Seite des Gerätes sind die Zusatz-Tasten für die Notiz-Aufnahme und die Regelung der Lautstärke während des Telefonierens oder das nutzen von Multimedia-Anwendungen.

Die Tastatur des Z100 hätte getrost etwas größer ausfallen können. Die Ziffern-Tasten sind zwar weit genug auseinander, allerdings relativ klein geraten. So kann es leicht zu Fehl-Eingaben kommen. Die Anordnung der Tastatur ist allerdings gut gewählt worden. Auch der Druckpunkt ist deutlich spürbar und die Tastatur somit sehr präzise. Auch der 5-Wege-Joystick arbeitet sehr zuverlässig und Zielsicher. Neben zwei Softkey-Tasten und die Anruf-Annahme- sowie Anruf-Beenden Taste findet man links die „Home“ Taste und rechts die „Zurück“ Taste. Der „Home“ Button führt direkt in den Standby-Modus. Dies ist vor allem hilfreich, wenn man in einer Anwendung ist und beispielsweise schnell die Uhrzeit wissen möchte.

Über dem Display verrichtet der „Power“ Button bei Druck seine Arbeit. Neben das Aus- und Einschalten des Gerätes dient dieser bei kurzem Druck auch unter anderem für das Umstellen von Profilen.

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Empfang, Sprachqualität und Standby-Zeit

Der Empfang des Triband Gerätes ist als Befriedigend bis Gut einzustufen. Zwar bietet das Gerät in Städten guten Empfang, bricht aber im ländlichen Regionen schnell ab. Auch in Häusern ist nur mittelmäßiger Empfang zu verzeichnen.

Die Sprachqualität ist hingegen als Gut bis Sehr gut zu bezeichnen. Der Gesprächspartner ist klar und deutlich zu hören. Auch das so genannte Ruhe-rauschen ist nur bei genauem hinhören zu erkennen. Möchten andere am Gespräch teilnehmen, kann man die Freispech-Funktion aufrufen. Auch dort ist der Gesprächspartner gut über den internen Lautsprecher zu verstehen.

Das Z100 erweist sich allerdings als sehr Energie-bedürftig. Laut Hersteller hält der Akku das Gerät gut 100 Stunden auf Standby. In der Praxis hingegen sind im E-Plus-Netz hingegen nur gut Drei Tage (72 Stunden) zu verzeichnen.

Auch bei der maximalen Gesprächszeit muss beim Z100 der Rotstift herhalten. So ist schon nach zwei ein halb Stunden Schluss mit dem Telefonat. Sendo gab hier hingegen 4 Stunden an.

Display und Kamera

Das Transflektive-TFT-Display des Z100 wäre damals sicherlich ein absolutes Augenschmaus gewesen. Bei einer Display-Größe von 35x44 mm und 176x220 Pixel stellt das Display 65536 Farben dar. Die Farben kommen allerdings ein klein wenig Kontrastarm zum Vorschein. Zudem ist die Spiegelung des Displays teilweise sehr stark, was die Qualität ebenfalls etwas beeinträchtigt. Die Helligkeit des Displays geht hingegen absolut in Ordnung. Es ist gut ausgeleuchtet und ausreichend hell. Auch bei Sonnen-Einstrahlung lässt sich das Display trotz reflektionen gut ablesen. Im großen und ganzen ist das verbaute Display komplett identisch mit dem des Orange SPV Classic.

Der Kontrast des Displays lässt sich leider nicht verändern. Die Beleuchtung ist hingegen von Niedrig bis Extrem Hell einstellbar. Hier könnte man durch eine niedrigere Stufe eine höhere Standby-Zeit gewinnen.

Die Kamera wird am unterem Ende des Telefons angeschlossen. Diese passt perfekt zum Rest des Gehäuses und lässt sich leicht wieder entfernen.

Mangels Unterstützung in der Firmware, konnte diese Kamera allerdings nicht getestet werden.

Bedienung und Menüführung

Der ARM9 Prozessor im Z100 verrichtet gute Arbeit. Die Bedienung geht im Menü als auch in Anwendungen sehr zügig von statten. Selbst wenn mehrere Anwendungen gleichzeitig geöffnet sind, hält das Gerät seine gewohnt schnelle Geschwindigkeit aufrecht.

Wie schon erwähnt, läuft das Gerät mit der Microsoft Windows Mobile 2002 Edition.

Der Standby-Bildschirm wirkt sehr übersichtlich und aufgeräumt. So sieht der Benutzer im oberen Teil des Displays die, zuletzt aufgerufenen Anwendungen. Darunter wird der Netzbetreiber und die aktuelle Uhrzeit angezeigt. Aber auch ausstehende Termine sind sofort Sichtbar. Im unteren Teil des Displays werden ungelesene SMS- und E-Mail Nachrichten angezeigt. Darunter das aktuell genutzte Profil.

Drückt man den linken Softkey, springt das Gerät ins Hauptmenü über. Dieses ist ähnlich aufgebaut, wie die Startleiste des heimischen PC´s. So werden dort verschiedene Anwendungen wie der Internet Explorer und der Kalender angezeigt. Auch die Telefon spezifischen Einstellungen werden in diesem Menü vorgenommen.

Das Hauptmenü ist sehr übersichtlich gestaltet worden, sodass man schnell den Überblick bekommt.

Gut ist auch, dass man einzelne Menüpunkte per drücken der Ziffern-Tasten aufrufen kann. So steht vor jedem Menüpunkt die entsprechend benötigte Ziffer. Dies spart Zeit und ist ebenfalls leicht verständlich.

Wen die Schriften zu klein geraten sind, der kann diese Im Menü unter Einstellungen und Energieverwaltung umstellen. Im normalfall sollten die Schriftgrößen jedoch ausreichend groß sein.

Ruftöne und Multimedia

Die Ruftöne des Z100 kommen im einstimmigen Klang daher. Die Qualität des internen Lautsprechers ist gut. Die Lautsprecher-Ausgabe klar und laut. Die Ruftöne an sich sind jedoch gewöhnungsbedürftig. Sendo hatte allerdings die Möglichkeit integriert, auch WAVE-Formate als Rufton zu verwenden. Diese klingen deutlich besser, sind jedoch selbst in höchster Lautstärke etwas leise.

Auch Benutzer-Profile werden unterstützt. Es stehen folgende zur Auswahl:

- Normal
- Stumm
- Besprechung
- Laut
- Automatisch
- Headset
- Auto
- Freisprechen

Jedes dieser einzelnen Profile lässt sich beliebig verändern und sogar auch umbenennen.

Gut ist auch die Auswahl der verschiedenen Anruf-Signalisierungen. So kann das Telefon, wenn gewollt Klingeln und Vibrieren. Nur Klingeln oder gar nur einen einmaligen Ton von sich geben.

Wie es sich für ein Windows-Gerät gehört, spielt das Z100 auch verschiedene Multimedia-Formate ab. So gibt der Windows Media Player Musik im MP3 und WMA Format wieder. Auch Videos können im MPG-Format wiedergegeben werden.

Die Qualität der Audio-Files ist sehr gut. Sowohl über den internen Lautsprecher, als auch über das mitgelieferte Headset klingen die Musikalischen Stücke brillant, wenn auch ein klein wenig Bass-Arm. Die Lautstärke steht heutigen Geräten ebenfalls in nichts nach.

Auch Videos werden Flüssig und in guter Qualität wiedergegeben. Leider hat es Microsoft damals nicht geschafft, auch Vollbild-Funktionen zu integrieren.

Um den Genuss von Video- und Musikdateien richtig ausleben zu können, kann man das Z100 mit MMC- oder auch SD-Karten füttern. Der Test mit einer 256 Megabyte SD-Karte lief tadellos.

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SMS, MMS & Co

Natürlich bietet dieses Smartphone auch volle SMS-Funktionalität. Neben einer lernfähigen T9-Worterkennungs-Software bietet das Z100 auch die Möglichkeit lange SMS zu verfassen.

Der SMS-Speicher im Gerät ist dank der Windows-Mobile-Oberfläche nur vom verfügbaren internen Speicher abhängig. So lassen sich ohne Probleme bis zu 1000 SMS im Gerät Speichern. Wen dies nicht ausreicht, der kann auf den Speicher der eventuell eingelegten Speicherkarte zurückgreifen.

Auch an eine E-Mail-Funktionalität hat Microsoft gedacht. So lassen sich POP3 und IMAP4 Konten erstellen. Das Einfügen von Bildern ist leider nicht Möglich. Dies wäre mangels MMS-Funktion von Vorteil gewesen. Es lassen sich jedoch Sprach-Notizen hinzufügen. Diese sind jedoch auf 2 Minuten begrenzt.

Ebenfalls wurde dank Windows auch ein vollwertiger MSN-Messenger integriert. Meldet sich dieser mithilfe des Internets an, bekommt man die komplette Kontakt-Liste auf dem Display angezeigt. Das Senden und empfangen von Nachrichten ist ebenso einfach wie das versenden einer SMS- oder E-Mail Nachricht. Dank der GPRS-Funktionalität und den niedrigen Transfer-Raten bei Texten, wird auch Abrechnung im günstigen Bereich liegen.

Connectivity

Sendo hatte mit seinem Schönling große Pläne gehabt. So bietet das Gerät neben einem IrDa Auge, welches als Modem und zum Datentransfer dient, auch eine SDIO-Schnittstelle. Mit dieser lassen sich über den SD-Karten Schacht Bleutooth- oder gar Wlan-Karten nachrüsten.

Wen dies nicht genügt, der kann das Gerät über der mitgelieferten Docking-Station mit dem PC verbinden. Mit der Active-Sync Software, die man kostenlos über der Microsoft-Seite erhält, lassen sich problemlos alle Aufgaben und Kontakte vergleichen. Auch die Synchronisation mit Outlook ist über diesen Weg möglich.

Des weiteren können über die Active-Sync Software auch neue Programme oder Spiele auf dem Z100 installiert werden. Hierzu gibt es einiges an Auswahl im Internet.

Auch die Internet-Verbindung mit dem, im Z100 integrierten Internet Explorer ist problemlos möglich. Es werden sowohl WAP- als auch HTML Seiten angezeigt. Des weiteren lassen sich, wie auch auf dem heimischen PC gewohnt, Internet-Seiten in den Favoriten ablegen und später erneut aufrufen.

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Speicher Eigenschaften

Wie schon erwähnt, lassen sich im Z100 sowohl SD- als auch MMC-Karten verwenden. Diese werden unter dem Akkudeckel eingeschoben und sind auch ohne das Gerät aus zu schalten, austauschbar. Laut Hersteller lassen sich Karten von bis zu 256 Megabyte im Gerät platzieren.

Wie der SMS-Speicher ist auch der Telefonbuch-Speicher dynamisch. Dies ist besonders für ein Business Gerät sehr löblich.

Der interne ROM Speicher wurde mit einem 32-Megabyte großen Chip bestückt. Auf diesen ist das Betriebssystem gespeichert. Zudem ist auch der Arbeitsspeicher in diesem Chip integriert. Der Datenspeicher für Bilder & Co. Ist mit knapp drei Megabyte etwas knapp bemessen. Trotz allem lassen sich selbst im internen Speicher viele Telefonnummern und Nachrichten speichern.

Organizer Funktionen

Wie es sich für ein Smartphone gehört, lassen sich im Gerät viele verschiedene PIM-Funktionen aufrufen. So bietet das Gerät neben einen dynamischen Sprachspeicher auch einen dynamisch großen Platz für Termine, die auf Wunsch mit einer Erinnerungs-Funktion versehen werden können.

Aber auch eine Aufgaben-Liste ist im Gerät installiert. So lässt sich beispielsweise eine Einkaufs-Liste eingeben, die man einzeln abhaken kann.

Leider wurde beim Z100 auf eine Weltuhr und einen Währungsrechner verzichtet. Dies hätte das gesamte Office-Paket etwas abgerundet.

Positive und Negative Eigenschaften des Gerätes

Pro:

- Trotz Vorserien-Modell gute verarbeitungs-Qualität
- Trotz Windows-OS gute und leichte Bedienungs-Freundlichkeit
- gute, wenn auch nicht lückenlose PIM-Funktionen
- viel Software in Form von Spielen und Programmen für dieses OS im Umlauf
- Das Display ist gut unter Sonneneinstrahlung ablesbar
- Der Joystick ist gut und Zielsicher zu bedienen
- Dank SDIO viele erweiterungs-Möglichkeiten
- Sehr guter und schneller Internet-Browser
- Dank Tri-Band-Fähigkeit auch in den USA einsetzbar
- Schneller GPRS Datenturbo

Contra;

- Standy- und Gesprächszeit nicht auf der Höhe der Zeitgleichen
- Tastatur hätte etwas größer ausfallen können
- Die ansteckbare Kamera ist leider unbrauchbar
- Das Display spiegelt etwas stark
- Das Windows-Mobile 2002 OS hängt sich des öfteren aufgelistet
- Das Gerät gilt heutzutage als etwas zu Groß

Fazit

Mit dem Z100 hätte Sendo sicherlich einen Verkaufsschlager auf dem Mobilfunk-Markt gebracht. Einzig die Firmware hätte noch etwas überarbeitet werden müssen, da sich diese des öfteren aufhängt. Nimmt man die damaligen Verhältnisse war das Gerät lückenlos ausgestattet. Auch die Größe mitsamt dem Gewicht war auf der Höhe der Zeit. Ein großer Nachteil ist jedoch extrem kurze Standby-Zeit, welche für ein Business Gerät nicht gerade anlockend wirkt. Besonders hervorzuheben ist jedoch auch die integrierte SDIO Schnittstelle mit der sich Bluetooth und sogar Wlan-Karten nachrüsten lassen. Alles in allen wäre es sicherlich ein sehr schönes Gerät geworden. Leider kam alles anders und den Ruhm ernteten Hersteller wie HTC und DOPOD.

Nachtrag

Bilder werde ich nach und nach Online stellen