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01.07.10, 08:35
Bei der Auslandstelefonie gilt es einiges zu beachten. Quelle: Fotolia / Miqulkein Problem, denn die mobilen Telefone können fast weltweit genutzt werden. Für deutsche Urlauber ist es mittlerweile fast schon selbstverständlich, das Handy auch im Urlaub mit dabei zu haben. So kann man nach Hause telefonieren, ohne erst umständlich eine Telefonzelle aufsuchen zu müssen und ist für die Daheimgebliebenen stets erreichbar. Allerdings kann die Auslandstelefonie schnell richtig teuer werden. Egal, ob man selbst nach Deutschland telefoniert oder nur angerufen wird: Schon ein kurzes Gespräch kann mit enormen Kosten verbunden sein. Daher gilt es einige Punkte zu beachten, damit die Telefonie im Urlaub nicht zur Kostenfalle wird. Roaming – Ein wesentlicher Kostenfaktor
Einen entscheidenden Kostenfaktor bei der Auslandstelefonie mit dem Mobiltelefon stellen die sogenannten Roaminggebühren dar. Roaming ist in den meisten Handys von Anfang an freigeschaltet und beschreibt die Möglichkeit eines Mobilfunknutzers, sich im Ausland in fremde Netze einzubuchen und so Anrufe empfangen oder tätigen zu können. Genau wie im Heimatnetz bleibt man so flexibel und ist auch im Urlaub rund um die Uhr erreichbar. Doch wer nach den erholsamen Urlaubstagen nicht von einer horrenden Handyrechnung überrascht werden will, der sollte bei der Auslandstelefonie bedenken, dass die Gebühren für geführte Gespräche deutlich höher sind als im heimischen Mobilfunknetz und auch eingehende Anrufe können Kosten verursachen. Die Roaming-Tarife haben sich im Laufe der letzten Jahre stark verändert. Da der Trend immer mehr zur Auslandstelefonie mit dem Handy ging, haben sich die Tarife, die lange Zeit überteuert waren, angepasst. Dank einer Initiative der EU-Kommission sind die Roaminggebühren seit dem Jahr 2007 wesentlich günstiger und überschaubarer – zumindest im EU-Ausland. Zum 1. Juli 2010 wurde der Euro-Tarif wiederholt angepasst und bietet Mobilfunknutzern nun noch einmal günstigere Konditionen. So dürfen abgehende Gespräche innerhalb der EU nicht mehr als 46 Cent pro Minute kosten. Die maximale Gebühr für eingehende Anrufe liegt bei 18 Cent pro Gesprächsminute. SMS dürfen mit maximal 13 Cent pro Nachricht berechnet werden und sind somit teilweise sogar günstiger als in Deutschland.
Weltweit günstig telefonieren!
Auch abseits der EU-Mitgliedsstaaten müssen Gespräche im Urlaubsland oder nach Deutschland nicht zwangsläufig mit horrenden Kosten verbunden sein. So bieten zahlreiche Netzbetreiber spezielle Auslandsoptionen, die dafür sorgen, dass die Gebühren überschaubar bleiben. So bietet Vodafone beispielsweise die Option „ReiseVersprechen“, welche sowohl Vertrags- als auch Prepaidkunden zur Verfügung steht. T-Mobile hat die „SmartTraveller“-Option im Angebot, O2 wirbt mit dem Tarif „My Europe Top“ und auch bei E-Plus können Kunden von einem „Reisevorteil“ profitieren. Die speziellen Roaming-Tarife der Netzanbieter bieten volle Kostentransparenz und sorgen so für einen unbeschwerten und sorglosen Urlaub. Auch im Bereich der Prepaid-Anbieter finden sich zunehmend spezielle
Weltweit mobile mit speziellen Auslandstarifen. Quelle: Fotolia / ollyAuslandsoptionen. So kann man mit Providern wie SUNSIM oder solomo auch im Ausland zu gewohnt günstigen Konditionen telefonieren. Bei der Wahl der Auslandsoptionen gilt zu beachten, dass diese zwar oftmals sehr günstige Minutenpreise bieten, dafür aber pro Gespräch oftmals eine Verbindungsgebühr erhoben wird. Solche Optionen lohnen sich daher nur für Kunden, die außerhalb der EU ihren Urlaub verbringen oder aber längere Gespräche führen wollen. Wer nur kurze Gespräche tätigt, findet meist in der Standard-Option, die bei Abschluss eines Mobilfunkvertrags oder Kauf einer Prepaidkarte bereits voreingestellt ist, die günstigere Lösung.Mobiles Internet auch im Ausland nutzen
Neben der Telefonie und dem Empfang und Versenden von Nachrichten lässt sich ein Handy auch zum Surfen im mobilen Internet verwenden. Gerade hier ist Vorsicht geboten, denn der Datentransfer schlägt meist mit erheblichen Kosten zu Buche. Zwar sind alle Anbieter seit Juli 2010 dazu verpflichtet, die Verbindung nach Erreichen eines Limits von 59,50 Euro die Verbindung zu trennen, jedoch zahlt man für den Datentransfer doch um einiges mehr als im Heimatnetz. Wer auch im Ausland auf das mobile Internet nicht verzichten möchte, der sollte sich über die speziellen Daten-Optionen informieren, die von allen Netzbetreibern angeboten werden. Auch wenn die Optionen preislich immer noch wesentlich höher liegen als im Inland, lassen sich mit den Datentarifen einige Kosten sparen. Wesentlich günstiger ist es aber sicherlich, ein Internetcafé aufzusuchen oder aber WLAN-Hotspots zu verwenden, die in öffentlichen Einrichtungen oftmals kostenlos zur Verfügung stehen.
In unserer großen Reihe zum Thema Auslandstelefonie wollen wir Ihnen einen umfassenden Überblick über alle wichtigen und nützlichen Informationen geben, die es vor Antritt einer Reise zu beachten gilt. Zum Auslandstelefonie-Ratgeber.
Autor dieses Artikels
Handydome




